Französische Zahlen 1 bis 100
Französische Zahlen sind für viele Schweizer Kinder eine Hürde: bis 60 ist alles logisch, dann wird es kompliziert. 70 heisst nicht „siebzig" sondern „sechzig-zehn", 80 ist „vier-zwanzig" und 90 ist „vier-zwanzig-zehn". Wenn du das System einmal verstehst, geht es deutlich leichter. In dieser Anleitung lernst du alle Zahlen bis 100 Schritt für Schritt mit Tabelle und Tricks für die schwierigen Sprünge.
1 bis 16: einzelne Wörter (wie Vokabeln)
Die ersten 16 Zahlen sind eigene Wörter ohne Logik dahinter. Du musst sie wie Vokabeln auswendig lernen: un, deux, trois, quatre, cinq, six, sept, huit, neuf, dix, onze, douze, treize, quatorze, quinze, seize. Tipp: Sage sie laut vor oder schreibe Karteikarten.
17 bis 19: dix-sept, dix-huit, dix-neuf
Bei 17, 18 und 19 setzt du einfach „dix" (10) vor die Einer-Zahl, mit Bindestrich. 17 = dix-sept, 18 = dix-huit, 19 = dix-neuf. Das ist der erste Vorgeschmack auf das Pariser-Zähl-System: zwei Zahlen werden zu einer kombiniert.
20 bis 69: regelmässig
Von 20 bis 69 ist es einfach. Die Zehner heissen: vingt (20), trente (30), quarante (40), cinquante (50), soixante (60). Dann hängst du die Einer-Zahl mit Bindestrich an: vingt-deux (22), trente-cinq (35), soixante-huit (68). Spezialfall: bei 21, 31, 41, 51, 61 kommt „et un" (und eins) ohne Bindestrich: vingt et un, trente et un, soixante et un.
70 bis 79: kein eigenes Wort, soixante + dix
Achtung: 70 hat KEIN eigenes Wort! Die Franzosen sagen einfach soixante-dix (60+10 = 70). 71 = soixante et onze (60 und 11), 72 = soixante-douze (60+12), und so weiter bis 79 = soixante-dix-neuf (60+19). Du zählst praktisch von 60 weiter mit 11, 12, 13... bis 19.
80 bis 99: quatre-vingt(s) plus Rest
Bei 80 wird es noch verrückter: quatre-vingts heisst wörtlich „vier-zwanzig" (4×20 = 80). Mit „s" am Ende, aber NUR bei 80 selbst. Ab 81 ohne „s": quatre-vingt-un, quatre-vingt-deux, ..., quatre-vingt-neuf. Bei 90 zählst du wieder mit 10er-Reihe weiter: quatre-vingt-dix (80+10 = 90), quatre-vingt-onze (91), bis quatre-vingt-dix-neuf (99). Und dann: 100 = cent.
Beispiel zum Mitrechnen
1 bis 20: einzelne Wörter
1 bis 16 sind eigene Wörter. 17 bis 19 sind „dix“ plus Einer mit Bindestrich.
20 bis 60: regelmässige Zehner
Für 21, 31, 41, 51, 61: „et un“ ohne Bindestrich. Sonst Bindestrich (vingt-deux, trente-cinq).
Achtung: 70, 80, 90 funktionieren anders
71 = soixante et onze (60 und 11), 72 = soixante-douze (60+12) usw.
Mit „s" nur bei 80 selbst! 81 = quatre-vingt-un (ohne s, ohne et).
91 = quatre-vingt-onze (80+11), 95 = quatre-vingt-quinze (80+15).
Tipps und häufige Fehler
Schweizer Variante: In der Romandie und in den Walliser Schulen sagen viele Leute „septante" (70), „huitante" oder „octante" (80) und „nonante" (90). In der Schweizer Schule mit Dis Donc lernst du aber die Pariser Form (soixante-dix usw). Beides ist richtig, aber im Test wird die Pariser Form erwartet.
Bindestrich-Regel: Zwischen Zehner und Einer kommt ein Bindestrich (vingt-deux). AUSSER es ist mit „et" (vingt et un, ohne Bindestrich). Die „et"-Regel gilt nur bei 21, 31, 41, 51, 61 und 71. Ab 81 nicht mehr (quatre-vingt-un).
Aussprache-Falle: bei „huit" (8) ist das h stumm, klingt wie „üit". Bei „sept" (7) ist das p stumm, klingt wie „sett". Bei „cinq" (5) ist das q oft stumm, wenn ein Konsonant folgt: „cinq amis" mit q, „cinq trains" ohne q.
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