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Deutsch5.-6. Klasse

Wortarten bestimmen mit der Wörtersortiermaschine

In der 5. und 6. Klasse sollst du jedes Wort in einem Satz bestimmen können, auch wenn der Satz ganz klein geschrieben ist oder alle Wörter in Grossbuchstaben stehen. Dann hilft dir die Schreibung nicht mehr. Die Wörtersortiermaschine hilft trotzdem: Du stellst jedem Wort vier Fragen, immer in derselben Reihenfolge. Sobald eine Frage mit Ja beantwortet ist, kennst du die Wortart und hörst auf. Es gibt fünf Wortarten: Nomen, Verben, Adjektive, Pronomen und Partikeln. Entscheidend ist nicht, was ein Wort bedeutet, sondern wie es sich verhält. Deshalb fragt die Maschine nicht „Ist das ein Ding?“, sondern zuerst: „Kann man das Wort verändern?“

  1. 1

    Kann man das Wort verändern?

    Versuch, das Wort in eine andere Form zu bringen: in die Mehrzahl, in eine andere Person, in eine andere Zeit oder mit einer anderen Endung. Aus Hund wird Hunde, aus lachen wird lachte, aus klein wird kleiner. Bei und, unter, gestern, nicht, dass oder trotzdem geht das nicht. Diese Wörter bleiben immer gleich, sie sind Partikeln. Auch beim, im, vom und zum sind Partikeln, obwohl sie aus zwei Wörtern zusammengewachsen sind. Lässt sich das Wort verändern, gehst du zur nächsten Frage.

  2. 2

    Kann man es mit ich, du, er verändern?

    Setz ich, du, er oder wir davor und bilde die passende Form: ich spiele, du spielst, er spielte. Klappt das, ist das Wort ein Verb. Auch Formen wie verlor, konnte, hat oder gegessen sind Verben. Und auch sein, haben und können gehören dazu, obwohl dabei niemand rennt oder springt. Klappt es nicht, weiter zu Frage 3.

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    Hat es einen festen Artikel?

    Setz der, die oder das davor. Ein Nomen hat genau einen Artikel, und der bleibt: die Geduld, der Kratzer, das Ufer. Das funktioniert auch bei Gefühlen und bei Dingen, die man nicht anfassen kann: die Angst, die Wahrheit. Namen wie Lea oder Tim sind ebenfalls Nomen. Vorsicht bei Wörtern mit zwei Möglichkeiten: In „Das Essen ist fertig“ ist Essen ein Nomen, in „Wir essen jetzt“ ein Verb. Im Satz entscheidet, wie das Wort gebraucht wird.

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    Kann man es steigern oder zwischen Artikel und Nomen stellen?

    Probier das Steigern: mutig, mutiger, am mutigsten. Oder setz das Wort in die Lücke: das ___ Velo. Passt eine der beiden Proben, ist das Wort ein Adjektiv. Die zweite Probe brauchst du bei Wörtern, die man nicht steigern kann: das blaue Velo, das blitzschnelle Velo. Auch flatternd oder blühend sind Adjektive, wenn sie vor einem Nomen stehen: die flatternde Fahne.

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    Keine Frage passt? Dann ist es ein Pronomen

    Ist das Wort veränderbar, aber weder ein Verb noch ein Nomen noch ein Adjektiv, bleibt nur das Pronomen. Pronomen stehen für ein Nomen (ich, uns, jemand) oder begleiten es (mein Velo, dieser Hund). Wichtig: Auch die Artikel der, die, das und ein gehören zu den Pronomen. Sie verändern sich (der, den, dem), aber man kann sie weder mit ich verbinden noch steigern.

Schritt 1 von 5

Beispiel

Der Satz steht ganz klein da: die mutige katze sprang gestern auf unser dach.

die: veränderbar (der, dem). Nicht mit ich. Kein fester Artikel. Nicht steigerbar. Pronomen. mutige: veränderbar. Nicht mit ich. Kein fester Artikel. Steigerbar: mutiger. Adjektiv. katze: veränderbar (Katzen). Nicht mit ich. Fester Artikel: die Katze. Nomen. sprang: veränderbar. Mit ich: ich springe, er sprang. Verb. gestern: nicht veränderbar. Partikel. auf: nicht veränderbar. Partikel. unser: veränderbar (unsere, unserem). Nicht mit ich. Kein fester Artikel. Nicht steigerbar. Pronomen. dach: veränderbar (Dächer). Nicht mit ich. Fester Artikel: das Dach. Nomen.

Ergebnis: Pronomen, Adjektiv, Nomen, Verb, Partikel, Partikel, Pronomen, Nomen. Die beiden Nomen schreibst du gross: Die mutige Katze sprang gestern auf unser Dach.

Tipps und häufige Fehler

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    Bestimme ein Wort immer in seinem Satz. „sein“ ist in „Das kann nicht sein“ ein Verb (ich bin, er ist), in „Sein Hund bellt“ ein Pronomen (seine, seinem).

  • !

    Die Endung verrät die Wortart nicht. KÖNIG endet auf -ig und ist ein Nomen, JUNG endet auf -ung und ist ein Adjektiv. Mach deshalb bei jedem Wort die Proben.

  • !

    Zwei Regeln, die leicht vergessen gehen: Artikel wie der oder ein sind Pronomen, und beim, im oder zum sind Partikeln.

Derselbe Rechenweg, anders erklärt

  • Nomen und Verben erkennen mit drei ProbenGrossschreibung ist nur ein Hinweis. Sicher wird es mit der Artikel-Probe, der Mehrzahl-Probe und der Personen-Probe.→

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Diese Pakete trainieren genau diese Methode:

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